Über Schwarzwild-Kompetenzzentrum (SKT)

Die Streckenstatistik der letzten Jahrzehnte verdeutlicht den kontunierlichen Anstieg der Schwarzwildbestände in Thüringen. Trotz intensiver Bejagung wurde diese Entwicklung bislang nicht gestoppt. Zahlreiche Gründe können hierfür angeführt werden. Die Struktur unserer Kulturlandschaft ist ebenso zu berücksichtigen, wie deutlich bessere Lebensbedingungen, insbesondere durch ein gestiegenes Nahrungsangebot. Auch führt das zunehmend wärmere Klima zu einer verringerten Wintersterblichkeit. Vermehrt auftretende Wildschäden und Verkehrsunfälle, das Eindringen der Wildschweine in Siedlungsbereiche, wie auch die Gefahr eines Seuchenausbruchs sind die Folgen.

Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in den transkaukasischen Ländern 2007 kam es in Osteuropa zu einer rasanten Verbreitung der Virusinfektion bei Haus- und Wildschweinen. Nachdem die ASP nach Polen und Tschechien vorgedrungen ist, wurde sie im September 2018 erstmals auch in Westeuropa nachgewiesen. Die Gefahr eines Ausbruchs der ASP in Thüringen ist aufgrund der Einschleppung nach Belgien und Westpolens noch gestiegen.

Ein Auftreten der ASP in Deutschland hätte enorme wirtschaftliche Folgen. Neben der Tötung und fachgerechten Entsorgung ASP-infizierter Schweinebestände drohen in den „Gefährdeten Gebieten“ Betretungsverbote für die Bevölkerung, Nutzungsverbote für die Fischerei, Forst- und Landwirtschaft sowie starke Beschränkungen der Jagdausübung.

Zur Vorbeugung vor und Bekämpfung der Tierseuche haben sowohl der Bund als auch die Länder zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht. Auch in Thüringen bereitet man sich aktiv auf den Ausbruch der ASP vor.

Das Schwarzwild-Kompetenzzentrum Thüringen (SKT) entwickelt gemeinsam mit zahlreichen Partnern jagdlich vorbeugende Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest. Durch gezielte Projekte sollen die Thüringer JägerInnen bei der Reduktion der Schwarzwildbestände unterstützt werden. Die Verringerung der Schwarzwildbestände trägt dazu bei, lokale Übertragungswege zu unterbrechen und einer Ausbreitung der Seuche entgegenzuwirken. Zur Umsetzung der Ziele koordiniert und vernetzt das SKT Akteure, die sich aktiv an vorbeugenden Maßnahmen gegen die ASP beteiligen wollen. Es wirkt auf die Umsetzung von Projekten zur Seuchenprävention hin und unterstützt dabei die Partner. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Akteure, aus der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, der Grundeigentümer sowie der Jäger, ist für den Erfolg der präventiven Maßnahmen zum Schutz gegen die ASP entscheidend.

Schwarzwild- Kompetenzzentrum Thüringen

Alfred-Hess-Str. 8
99094 Erfurt

Kontakt

Andreas Brauer

Andreas.Brauer@tbv-erfurt.de
+49 361 26 253 600

Bürozeiten

Mo-Fr – 7:30 – 16:15
Freitag – 7:30 – 15:00

 

Koordinierungsstelle

Die Koordinierungsstelle des Schwarzwild-Kompetenzzentrum Thüringen koordiniert und vernetzt die einzelnen Projektpartner miteinander und entwickelt mit diesen Maßnahmen zur Vorbeugung gegen die Afrikanische Schweinepest.

Die Koordinierungsstelle des SKT ist beim Thüringer Bauernverband angesiedelt.

Zentraler Ansprechpartner und Leiter der Koordinierungsstelle ist Andreas Brauer, der seit Oktober 2018 beim Thüringer Bauernverband angestellt und selbst Jäger ist.

 

Beirat des Schwarzwild-Kompetenzzentrum

Der Beirat des Schwarzwild-Kompetenzzentrums Thüringen beschießt die Ziele des SKT und dient als Entscheidungsgremium zur Durchführung einzelner Projekte. Er setzt sich aus den Geschäftsführern der folgenden Verbände und Institution zusammen, die sich intensiv mit Fragen der Schwarzwildbewirtschaftung in Thüringen auseinandersetzen:

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