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Nr. 2/2020

Aktueller Sachstand zum ASP-Geschehen in Brandenburg

In Brandenburg sind neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest bekannt geworden. Am 30. September wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ein Fall im Landkreis Märkisch-Oderland,  etwa 60 Kilometer vom bisherigen Kerngebiet entfernt, bestätigt. Die Zahl der infizierten Tiere ist damit auf 38 Stück Schwarzwild gestiegen. Die Hausschweinbestände sind in Deutschland nach wie vor frei von der Tierseuche ASP. Die übrigen 37 positiv getesteten Wildschweine wurden alle im Kerngebiet, in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße nachgewiesen. Nach derzeitigen Einschätzungen handelt es sich um zwei voneinander getrennte Seuchengeschehen. Das Wildschwein im Landkreis Märkisch-Oderland ist durch einen Jäger erlegt worden und damit nicht an den Folgen der Afrikanischen Schweinepest gestorben. Dies verdeutlicht, dass dem Wissen um äußerlich erkennbare Symptome einer ASP-Infektion und den Veränderungen der Organe, eine besondere Bedeutung zukommt:

Einblutungen in die inneren Organe wie hier: Niere und schwarze  Lymphknoten (Foto: FLI)

Die „Kleine ASP-Fibel“, herausgegeben durch  den LJV Thüringen und das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie liefert ausführliche Informationen zum Krankheitsbild und Verhaltenshinweisen im Fall eines ASP-Ausbruchs. Weitere Informationen erhalten Sie auch auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts: www.fli.de/de/aktuelles/tier-seuchengeschehen/afrikanische-schweinepest/). Die Früherkenn-ung und Untersuchung erkrankter Wildschweine sind essentiell, im Hinblick auf eine Eindämmung der Seuche. Wachsamkeit ist auch in Thüringen geboten. Alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Jäger, Landwirte, aber auch Spaziergänger sind aufgefordert, jedes verendet aufgefundene Wildschwein unter möglichst genauer Angabe der Fundstelle unverzüglich beim örtlich zuständigen Veterinäramt zu melden. Dieses wird die Untersuchung auf ASP und die unschädliche Entsorgung veranlassen. Die Meldung sollte im Regelfall durch einen Anruf erfolgen. Folgende Nummern sind in den verschiedenen Landkreisen verfügbar:

Landkreis Veterinäramt Rettungsleitstelle
Altenburg 03447/586708 0365-48820
Eichsfeld 036074/6503901 03606-5066780
Gotha 03621/214901 03621-36550
Greiz 036628/47108 0365-48820
Hildburghausen 03685/445461 03682-40070
Ilmkreis 03628/738851 03628-6288180 03628-6288181  03628-6288182
Kyffhäuserkreis 03632/741461 03631-89380
Nordhausen 03631/908451 03631-89380

Jena /

Saale-Holzland

036428/5409840 03641-4040
Saale-Orla-Kreis 03663/488198 03671-9900
Saalfeld-Rudolstadt 03672/823732 03671-9900
Schmalkalden-Meinigen 03693/485143 03693-886000
Sömmerda 03634/354533 0361-7415100
Sonneberg 03675/871590 03682-40070
Unstrut-Hainich 03601/802522 03601-403080     03601-813115
Wartburgkreis / Eisenach 03695/617301 03691-7220
Weimarer Land 03644/540301 03644-50000
Erfurt 0361/6551380 0361-7415100
Gera 0365/8383571 0365-48820
Suhl 03681/742992 03682-40070
Weimar 03643/762851 03641-4040

Für die Meldung von Fallwild wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50€ je Stück Schwarzwild gewährt!

Schwarzwild- Kompetenzzentrum Thüringen

Alfred-Hess-Str. 8
99094 Erfurt

Kontakt

Andreas Brauer

Andreas.Brauer@tbv-erfurt.de
+49 361 26 253 600

Bürozeiten

Mo-Fr – 7:30 – 16:15
Freitag – 7:30 – 15:00

 

Erntejagd. Effektiv aber bitte sicher!

Der Mais ist reif, die Ernte in vollem Gange. Eine gute Gelegenheit um die Wildschweine effektiv zu bejagen. Im Angesicht der nun in Brandenburg aufgetretenen Afrikanischen Schweinepest ist dies auch zwingend notwendig. Eine gezielte Reduktion des Schwarzwildes kann dazu beitragen einer unkontrollierten Ausbreitung der Seuche entgegenzuwirken. Die Sicherheit muss bei aller Notwendigkeit zur Reduktion der Wildschweinbestände aber oberste Priorität behalten. Immer wieder kommt es bei Erntejagden zu Jagdunfällen mit teils schwersten Verletzungen.

Jäger und Landwirte sollten daher eng zusammenarbeiten. Während des Sommers ist die Jagd auf die intelligenten Tiere ausgesprochen schwierig. Jetzt im Herbst bietet sich eine gute Gelegenheit. Die SVLFG empfiehlt die Verwendung von erhöhten Ansitzeinrichtungen, wie Hochsitzen. Die Gefahr, dass eine Kugel abprallt wird damit verringert. Signalfarbene Oberbekleidung, Hinweisschilder für den Straßenverkehr und Schießnachweise der teilnehmenden Jäger sind Pflicht. Außerdem müssen die Mindestabstände zu den Erntefahrzeugen und Nachbarschützen eingehalten werden. Die Kommunikation zwischen Landwirt und Jäger ist hierbei entscheidend. Letztlich profitieren sowohl die Jäger als auch die Landwirte von reduzierten Schwarzwildbeständen und einer verbesserten Sicherheit bei der Erntejagd.

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